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Die Takkanot Rabbi Joselmanns von Rosheim Augsburg 1530  Davsternm.jpg

Die Takkanot des Rabbi Joselmanns von Rosheim sind die vom Reichstag in Augsburg akzeptierte rechtliche Selbstverpflichtung der Juden im Reich über das Kreditwesen untereinander und gegenüber Christen einschließlich der Festlegung der anfallenden Strafen im Falle einer Rechtsverletzung und die Festlegung des Rechtsweges bei oder auch ohne Beteiligung von Christen an den Geschäften.

Sie sind die Grundlage der "Scharfen Mandate", also der strafbewehrten Gesetze, die nach 1530 in fast allen Fürstentümern des Hl. Römischen Reiches Deutscher Nation erlassen worden sind und die in der Regel aus Unwissenheit als Reaktion auf angeblich tatsächlich aufgetretenen Wucher verstanden werden.

Entnommen und die Erläuterung etwas gekürzt von Hermann Seis aus Markus Lehmann, Rabbi Joselmann von Rosheim, Reprint Zürich 1988, S. 125-136:

Rabbi Joselmann wurde 1530 auch zum Gesetzgeber seines Volkes. Während in Augsburg Kaiser und König und Fürsten und Stände gemeinsam tagten, um einen Religions­frieden, einen Türkenkrieg und eine Königswahl zu­stande zu bringen, hielt am selben Ort Rabbi Joselmann einen jüdischen Reichstag ab, um die Juden zu Maßnahmen zu veranlassen, die den Judenfeinden jeglichen Anlass zu Beschwer­den nehmen sollten.
Er arbeitete daher einen Gesetzentwurf aus, der zehn Artikel über Handel und Wandel der Juden mit Christen enthielt. Der Grundzug dieser Artikel war, dass die Juden selbst dafür sorgen wollten, die Über­treter zu bestrafen. Es wurde damit dem Vorwurf von Seiten der Stände begegnet, dass die Juden die gesetzlichen Bestimmungen zu umgehen verständen. Vermochten das einzelne den Gerichten gegenüber, so waren doch die eigenen Glaubensgenossen oder viel­mehr die Geschäftskonkurrenten stets in der Lage, ein solches Treiben am ehesten zu durchschauen und zur Bestrafung zu bringen.

Der erste Artikel setzte Strafe auf den versteckten Wucherzuschlag beim Verkauf von Waren.
Der zweite Artikel verbot, schon nach kurzen Fristen, nach einem Vierteljahr oder nach einem halben Jahr, die Zinsen zum Kapital zu schlagen.
Der dritte Artikel ordnete an, dass es nur in Aus­nahmefällen gestattet sei, die säumigen Schuldner bei auswärtigen Gerichten zu verklagen.
Der vierte Artikel verbot den Juden, verdächtige Gegenstände oder unverdächtige Dinge von verdäch­tigen Personen zu kaufen.
Der fünfte Artikel verbot, von Kindern oder Dienst­boten ohne Wissen der Eltern oder Herrschaft etwas zu kaufen.
Der sechste Artikel ordnete an, dass um eine Schuld Verstorbener gegen die Erben nur nach Urteil und mit Zustimmung der jüdischen Vorsteher Klage erhoben werden dürfe.
Der siebente Artikel bedrohte diejenigen jüdischen Schuldner, die sich ihren christlichen Gläubigern durch die Flucht entziehen würden, mit dem „höchsten Banne".
Im achten Artikel wurde vorgeschrieben, dass die jüdischen Vorsteher auch Klagen von Christen gegen Juden annehmen sollten, da „kein Unterschied zwischen den Menschen auf Erden".
Der neunte Artikel befahl den Juden, irgendwelches unredliche Verfahren der Glaubensgenossen gegen Christen den Vorstehern zur Anzeige zu bringen.
Der zehnte Artikel ordnete an, dass die Vorsteher von Amts wegen, wo sie einen „ungebührlichen, un­ziemlichen Handel" bemerkten, einschreiten sollten, wie dies ja auch das jüdische Gesetz von ihnen fordere. Diese Regeln erließ Rabbi Joselmann in Verbindung mit den Rabbinen und Vorstehern, die aus allen Gauen Deutschlands auf seinen Ruf zahl­reich nach Augsburg gekommen waren. Am 17. November 1530, zwei Tage vor Schluss des Reichstags, trug Rabbi Joselmann in feierlicher, öf­fentlicher Sitzung diese „Artikel und Ordnung" den versammelten Fürsten und Ständen des deutschen Reichs vor. Sie erfreuten sich des allgemeinen Beifalls, und alle Fürsten und Herren, geistliche und weltliche, versicherten ihn ihrer Gnade und ihres Wohl­wollens.

Das von Rabbi Joselmann unterzeichnete und unter­siegelte Schriftst
ück befindet sich bei den Reichsakten. Es ist geschrieben und gegengezeichnet von Balthasar Maller, dem Geheimsekretär des Bischofs von Augsburg.
Die folgene Abschrift, die nach der von Rosheim durch den Stadtschreiber Reichhardt Grucker genannt Stephan im Jahre 1541 angefertigt worden ist, stammt aus dem Archiv zu Oberehnheim (Lade 2, Nr.26).

Artickel vnd Ordenung
so durch Joszlin von Roszheim gemeiner Judisheit Regirer aufgericht vnd beschlossen worden gehalten jm Reichstag zu Augspurg Im jar Funf­zehnhundert vnd dreißig.
Durchleuchtigsten, Hochgepornen Wohlgepornen Erwürdigen gestrengen Edlen Ersamen etc. Alle als mein gnedige hern Ewer durchleuchtigkeiten und furst­lichen gnaden vnd allen andern meine gnädigen vnd gunstigen herrn vnd stend des hailigen Reichs. — Mir abgesandten von gemeiner Judisheit gnediglich vnnderanderm angezeigt, wye sich etliche von der Judisheit jm heiligen Reich auch furstenthumben vnd landen der vngeburd (ungebührlich) haltend jn villerlei weg der jnnen vnd jren vnderthanen unbüllicher weis zueschaden vnd nachtheil reichet vnd so ein gemeine Judisheit nit jn sollicher widder solliche Juden ain gehorsam vnd Ernstlich einsehen wöll­ten haben damit solliches furzekommen abstellen jnstenn yre gnaden sampt vnd sonder strenglich vnd treffentlich selbs einsehen vnd wer zumachen Damit sollicher gemelter Juden beschwerung nit so proslich widder yre gnaden vnderthanen Geschech mit mer clag mundtlich vnd geschriftlich jch als gehorsampter darauff der gemeinen Judisheit allenthalben verschreiben vud Zuwissen gethan sollichs beschwer vnd clag wie gehört mit Ernstlicher meiner beger das sie sampt vnd sonder selbs oder durch jr volmechtige Anwalt zu mir gen Augspurg im Reichstag er­scheinen sollent, das sie mir gehormsamlich von viel ordten vnd enden yre gesandten gewalthaber zu mir von gesannt damit jch mit jnenn von wegen gemelter judischheit Aiue zimliche Erberj Ordnung vnd satzung Der gedachten Judischheit jn stetten, Markten vnd Dörffern auffgesatzt vnd entschlossen vie hienach folgt:

Item zum ersten, wo ein Jud oder Judin Ainem cristenn einichenley zu borg zu kauffen gipt so sol Er khein bedechiten wucher in die borg schlagen da­mit er den kauffer obersetzen vnd bedringen möcht, sondern nach zimlich billichheit, ober schon sollichen Borg jar vnd tag derwarten mus, sol jn alweg khein zins oder wucher davon verfallen sein vnd welcher Jud sollich obertreet vnd das von seinen parnossen der Juden yeer ords da sy unhe gesetzssen angezigt, vnd furgebracht wurt, solle dieselbigen parnossen ernstlich denselbigen strauffen Nemlich drey gold gulden, zwen gulden der Oberkeit da der Jud gesessen ist, vnd den dritten gülden gemeiner Judisheit parnossen vnd jn alweg denselbigen betrug (Betrag) des kauffs wie der erfunden werden möcht widderkern vnd bezalen.

Item zum Andern, so ein Jud einem cristen litzel (wenig) oder vil geld auff zins aus Leuchen wurt sol er das doch um zemblichen wucher nach vermuegen vnd Lauth vnnser keyserlichen vnd loblichen Herge­brachten freyheitten vnd gnadenn nit gleich Alle vier­theil oder Halb jar zu Rechnen den wucher umbgeschlagen vnnd zum hauptgut Rechnen, sondern wie von alter gut gewohnheit gehalten werden Damit der arm nit zu obersetzen vnd einer bei dem Andern sein leibs Narung Durch ein ander handeln vnd neren mugen. On alle besonder belestigung vnd aussetzung wo aber einer oder Mer solliches abertred vnd erfunden wird, sollen die vorgemelten Parnosen Irer Ordts dasselbig abwenden Der nach gestalt der Sachen strauff ver­fallen sein wie angefenglich angezeigt.

Item zum Dritten, wo ein Jud oder Judin jre Schuldner von jren Schuldner zu gemelten zitten oder jaren nit bezalten mochten werden, sollent sy diesel­bigen Schuldner nit mit auszlandischen gerichten furnemen, sonder er sol vor vnd er bei des gemelten schuldner amptman oder Schultheißen gütiglich erfordern vnd sein gerechtigkeit furbringen. Damit sy verschaffen jn monatzfrist das obgemelter Jud bezalt mög werden oder jm ein willen sonst beschechen möcht, wo aber sollichem Jud wie angezeigt nit gedenen mecht, Damit der Jud geursacht wird auszlendischen Recht zu suchen so soll er doch khein ungebuerlichen costen vnd schaden widder die gemelten Schuldner zu treiben, sonder was der notdurft vnd billichkeit erfordert vnd so sollicher nit bescheche vorgemelt parnosen ein Jud oder Jü­din erfunden würden, sollen sy solliches abstellen vnd strauffen wie vorangezeigt.

Item zum viertten. wo ein Jud oder Judin auf pfandleuchen wurd, soll er auf kein arguenig (arg­wöhnisch, verdächtig) pfand leuchen oder kauffen, so er aber durch das gesindt oder vnguer (ungefähr) zu zitten widderfar, sol er doch forter in khein weg mit denselbigen Reuplichen oder dieplichen (räuberischen oder diebischen) personen kauffen liechen noch handten vnd wo er solliches obertreet vnd mit arguenischen Lautparen personen handelt abkauff oder Auff pfand­liche vnd gestolen oder geraubt wer sol denselb Jud oder Judin da vergebenlich vnd on alle galtung widder­geben vnd dergleuchen wo einer pferd kaufft, kie (Kühe) oder schaff (Schafe) vnd das sich befend in jar vnd Tag dz das gestollen wer oder geraubt wer da soll der Jud dem beschädigten das gelt dafür geben vnd ein nemliche pen sechs gold guldin vier der Oberkeit do er Seschafft jst vnd zween den parnosen die dan das nach furtrag clag vnd Antwort Nach gestalt der sachen zu erkennen macht haben one alle gever vnd List.

Item zum Fünften, es soll auch khein Jud oder Judin khein burger sei s ledigen Suns dochter knaben magd knechten eincherley abkauffen oder jnen gelt zuliehen sonder mit wissen yrer hern vater oder mutter vnd wo solliches geschech sol dem Juden für solich gelt nichtz derstatt werden vnd In bei der ersten pen wie oben anzeigt der parnosen straffen soll.

Item  zum  sechsten. wo er sich zutete das ein abgestorben person einem Juden oder Judin zu thun schuldig were Auff verschreibung brieff oder on brieff wie das were vnd die jm solliches gruntlich seines vornemens geständig were oder mit wissen truegen so soll der gedachter Jud oder Judin mit keinerlei Rech­tens Zwang geistlich oder weltlich gedachten erben furzonemen oder zu bekenmern sonder vor vnd Ee sie gerechtigkeit vnd Ansprach vorgemelten parnosen anzeigen die sollen darnach gestalt der Sachen wahrhafftig besichtigen vnd verhorn vnd was sie jm dan weysen vor geistlichen oder weltlichen Rechten mit seiner  gerechtigkeit  furzefaren oder  gar von  seiner vermeinten Ansprach abzusteen soll der Jud oder Judin gehorsamlich nachkommen vnd so einer oder mer erfunden wurden die nach absterben wie gehört Erben oder witfrawen on wissen der parnosen yres Ordte solliche jre schuld von jnen thunt bezwang eintreiben, soll der Jud oder Judin einer strauff zwölff gold guldin geben acht seiner Herrschaft vnd vier gemelten parnosen zu bezahlen verfallen so vnd ob die gemelten Erben oder witfrawen an sollicher bezahlung seiner gerichts gang Ein gefurt hatt beschwerung mangel hetten mugen sey dieselbigen urtel oder Rechtung widder dar­geben vorgemeltenn parnosen vnd nach clag vnd verhor beidertheill gedachter parnosen. Erkantheit urtel Rechtung zu nichtig soll gemelter Jud solliches den Erben widder heraus zugangen stellen, Dye weils er jm Anfang wie gehört sein parnosen nit angezeigt.

Item zum sibenden. wo ein Jud oder Judin von Cristen gelt wäre oder pfenwert auffnemen wie das wer betruglicher weisz sich gleich hinnach aus dem Land vereusert damit einer mer betrogen mochten werden vnnd sollichs warhafftig von den Beschedigten beclagt vnd angezeigt wurd sollen gedachten parnosen yeres Ordts Daselbs gesehen dieselbigen Juden oder Judin in vnserm hochsten Bann vnd Maledeiungen gescheiden von Aller aufz rieffen vnd ein­schreiben. Als verachter abgescheidener von aller vnser keyserlichen freyheiten vnd gnaden es soll auch kein Jud oder Judin mit demselbigen verheyreten auch nit mit jm essen noch trunken zu herbergen vnd wel­cher das muttwillig mit wissen obertret mit solichen abgewichenen weltbetruger gemeinschafft haben wirt der soll gemelter Schuldner oder beschydiger auszrichten vnnd bezallen solang seine guter reichen vnd ein gemelte pen wie erst angezeigt verfallen sein.

Item zum achten. wo Auch ein Christ fraw oder man jung oder alt vor gemelten vnnsern Obersten parnosen vnd richter in der ordten da sie wonen vber ein Jud oder Judin clagent vnd furbrechten was das wer so soll der parnosz Allwegen vorderlich dem pfleger auf yre clag zu recht verhelffen vnd das gott­lich Recht ergan laussen gegen den beklagten Juden wie recht alsdan auch Christen das recht gegen einen Juden ergen lassen wie billich vnd alle Oberkeit vnd das natürlich gesetz ausweiszt vnd kein underscheid zwischen den Menschen auff erden.

Item zum Neunten. Es sollen auch der Jud oder Judin die einicherlei horten oder vernemen, von jren Nachpouren vnd umbsessen der judischheit pflichtig vnd schuldig sein jren Obersten parnosen vnd richtern sollichs anzuzeigen ob ein betrug oder un­billig gespurt Oder vermerkt wurd sollichs furzukomen vnd welche obertretten vnd verhalten von einichen Freund Oder magt nit Anzeigen wurden sollen bey auch in Anfenklichen Strauff gestrafft werden.

Item zum Zehenden vnd beschlusz obgemelter Artikel sollen die gemelten parnnosen vnd Richter der Judisheit yeder Orts sy wonen allermeniglichen vnd grosen fleus anwenden wo sie ein ungeburlichen ungezumpten handel umb oder bey jnnen in stetten oder Markten oder dorffen von einem Juden Judin herten oder gewarnemen obschon die clager nit zugegen sein wurden sollen sie dester weniger in allweg solliches oder dergleichen grundlich erfaren vnd nach gestallt der Sachen was sich zutragen mocht weiter dan die obgemelten ernante Artikel strauffen vnd ab­wenden mit ernstlichen vleis die bosse arguenige wo die erfunden würden zu vertreiben vnd verjagen Dkein zu beherbergen als dan Unser judischer gebrauch und gemeiner Canon Ordnung vnd gesetze von alterher und unser heilige geschrifft auszweiszt und vermog gerechtigkeit und Erberkeit zu brauchen und mit betrug­lichen weisz wie dan von Ettlichen gespurt beclagt wurde wie ein Canon den Judischeit dkein schuld oder vnser nachtheil haben, jn trostlicher hoffnung fursten hern auch die stend des heiligen Reichs auszgeboren Miltekeit gehorsame Allezeit eerbietung gewesen gnediglich ansehen zu hertzen fassen vnnd vnns auch dagegen Ausz gerechtigkeit Erbarmenlich natur andere beschwerung so groslich mit vielerlei zal newen gleit An vil Ortten dringen vnd beschweren mer dan Alle keysern freyheiten ausz wissen dartzu an alle wucherliche handel die Armen gemeinen Jüdischheit durch etliche Land zu passiren versperen damit ein Armer sein leibs Narung mit seinen krom (Ware) Oder aufrichtige hantierung durch die Land zu die Messe Frankfurt hin und widder oder an dere notturft noch bruchen oder werben kan ist hierauff an alle obgemelten fursten und herrn Auch stenden des heiligen Reichs Als unnser allergnedigsten hern einer gemein arme underthenige Judischheit demutig bitt und begeren dieweil di Romisch keyserlich Meyestet Alle unsere freyheit confinnirt vnd Ernewert vnd dar man uns gnediglich an Allen Orten wie wir jetzo sitzen vnd wonen hand geben vnd nit vertreiben sol auch dar man uns jn allen Landen pasiren ziechen zulassen unbeschwert, vnd wir uns desselbigen Darumb nit gantz begeen zu oberheben sonder menschlich vnd freundlich weisz underston bei der Christenheit also wie vor Alter her gehalten worden zu wonen, handeln und wandeln, Wollen auch der maßen E. F. G. (Eure fürstliche Gnaden) und andern in was würten standts die stend gegen uns arme, wie ange­zeigt gnediglichen Trosten und Riebiglichen handeln und wandeln lassen, unverletzt wie billich und recht An jn selbs ist uns auch der ungezwuffelten Hoffnung des E. F. G. und andern aus hoohen Verstands di Erberkeit vnd gerechtigkeit yeder in seinem stand be­trachten und erfunden werden vnd uns nit weiter be­schweren aldan beyivillen Bescheehen ist D an wir auch Menschen von Gott dem Allmechtigen ouff der Erden ze wonen geschaffen Bey Euch vnd mit Euch ze wonen vnd handeln darumb wollen wir arme gott dem Allmechtigen vnd E. F. G. Auch ändern stend des heiligen Reiches gesund vnd glückselig Regierung ze bitten Nyemer vergessen en jnzonderheit wie obangezeigt Artikel vleissig nach Dato dieser geschrift nachzukomen unverbrechlich stet vnd vest zu halten so habe jch Josel Jud von Roszheim gemeiner Judisheit Regierer jn Deutzen Land aus obangezeigten vrsachen mit Ettlichen mer ge­sandten der judisheit allhie zu Augspurg solliche Ar­tikel mit ausgedruckten worten wie angezeigt beschlos­sen Allenthalben zu verkunden nachzukommen vnd gehorsamlich zu understen wie gehert zu waren ver­kunden habe jch vorgemelter josel jud mein gewohn­lich Insigel gedruckt vnd der geschrift abgeschriebener Artikel vnd Schlusz zu gezeugknns Dat. Augspurg am tag Siebenzehn Novembris Anno etc. XXX."