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Lageplan jüdischer Anwesen  Davsternm.jpg

Die nachfolgenden Pläne zeigen die Entwicklung der jüdischen Gemeinde zu vier verschiedenen, repräsentativen Zeitpunkten:
a) dem Ende des Ära des Deutschen Ordens 1800
b) in der Endphase der Matrikelzeit 1850
c)  in der Blütezeit des Judentums ohne staatliche Hemmnisse 1900
d) im Spätsommer 1938

In die Karte von 1800 ist noch der Bedeutung halber in grüner Farbe das Anwesen "Römischer Kaiser" eingetragen, das aber schon 1776 einen christlichen Eigentümer fand. Das große Anwesen Pleinfelder Str. 9-11 fiel vor 1820 einer Insolvenz nach dem Tod des Hausherrn zum Opfer. Das Ersatzanwesen Pleinfelder Str. 24 ist ebenfalls noch stattlich, aber ohne Garten. Es scheint bereits der Familie gehört zu haben und sollte von Joel Flesch erworben werden. Die hemmende Wirkung der Judenmatrikel läßt sich am Stillstand von 1800 bis 1850 erkennen. Dann steigt die mit Wegfall der Matrikel des Zahl der jüdischen Anwesen stark an, neue Familien ziehen zu. Auch die Qualität der Immobilen steigt erheblich. Die Häuser gehören zu den besten in den Hauptstraßen. Neben den für das Jahr 1900 eingetragenen Immobilien gab es zwischen 1871 und 1900 sind noch eine Reihe von kurzfristigen Immobilienerwerben und -Verkäufen, die aber nicht nachhaltig waren.
Kartenbasis: Historische Karte a.d.J. 1823; Landesamt f. Vermessung und Geoinformation Bayern, 2008; www.geodaten.bayern.de

 1800

 1850

 1900

 1938

 

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